Ausgabe 22/2006
Steuertipp vom 01.06.2006

Private Kfz-Nutzung: Ab 2006 günstigeres Ergebnis bei Kostendeckelung möglich

Ab 2006 ist die Anwendung der 1-%-Bruttolistenpreisregelung für die private Kfz-Nutzung bekanntlich auf Fahrzeuge des notwendigen Betriebsvermögens (betriebliche Nutzung mehr als 50 %) beschränkt worden. Befindet sich das Fahrzeug im gewillkürten Betriebsvermögen (betriebliche Nutzung von mindestens 10 % bis zu 50 %), ist der Entnahmewert für die private Nutzung mit dem Teilwert zu ermitteln, d.h. mit den auf die private Nutzung entfallenden Kosten anzusetzen (§ 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG).

Übersteigen der private, nach der Bruttolistenpreisregelung ermittelte Nutzungswert und die nicht abziehbaren Betriebsausgaben für Fahrten zwischen Wohnung und Betriebsstätte die gesamten, tatsächlichen Aufwendungen für das Kfz, werden als Gewinn erhöhende Entnahme höchstens die Gesamtkosten des Kfz angesetzt (sog. Kostendeckelung; vgl. Rz. 14 des BMF-Schreibens v. 21.01.2002 - IV A 6 - S 2177 - 1/02, BStBl I, 148). Überraschenderweise kann die - an sich nachteilige - Gesetzesänderung in den Fällen der Kostendeckelung zu einem günstigeren Ergebnis als nach der bisherigen Rechtslage führen.

Beispiel: