Ausgabe 26/2008
Steuertipp vom 26.06.2008

Schenkungsteuer bei vGA an einen Angehörigen

Eine vGA kann auch dann vorliegen, wenn einem Angehörigen des Gesellschafters ein Vorteil zugewendet wird, der einem fremden Dritten nicht gewährt worden wäre. In diesem Fall muss bei der Einkommensteuer der Gesellschafter die vGA als Einkünfte aus Kapitalvermögen zur Hälfte versteuern.

Der BFH hatte darüber hinaus über die Frage zu entscheiden, ob die vGA als freigebige Zuwendung des Gesellschafters an den Angehörigen der Schenkungsteuer unterliegt.

Dem Verfahren lag folgender Sachverhalt zugrunde:

Der Ehemann war Mitgesellschafter und Geschäftsführer einer GmbH. Seine Ehefrau war freie Mitarbeiterin der GmbH; den Vertrag mit ihr hatte ihr Ehemann als Geschäftsführer der GmbH abgeschlossen. Die Ehefrau erhielt für ihre Mitarbeit überhöhte Vergütungen. Diese wurden, soweit sie unangemessen waren, bei der Einkommensteuer des Ehemanns und bei der Körperschaftsteuer der GmbH als vGA der GmbH an den Ehemann behandelt.