Ausgabe 24/2009
Steuertipp vom 11.06.2009

Spendenabzug bei Sachspenden für steuerbegünstigte Zwecke

Zu den Ausgaben i.S.d. § 10b Abs. 1 und Abs. 1a EStG gehören auch alle Wertabgaben, die aus dem geldwerten Vermögen des Spenders zur Förderung der steuerbegünstigten Zwecke abfließen (sog. Sachspenden). Als Sachspende kommen Wirtschaftsgüter aller Art mit Ausnahme von Nutzungen und Leistungen in Betracht. Grundsätzlich fallen deshalb Dienstleistungen (z.B. ehrenamtliche Arbeitsleistungen) oder die Überlassung von Nutzungsmöglichkeiten (z.B. unentgeltliche Überlassung von Räumen, Pkws oder sonstigen Wirtschaftsgütern) nicht unter die nach § 10b EStG abzugsfähigen Ausgaben.

Wertermittlung der Sachspende

Die Sachspende ist nach § 10b Abs. 3 Sätze 3 und 4 EStG i.d.F. des JStG 2009 mit dem gemeinen Wert (Marktwert) des gespendeten Gegenstands zu bewerten, wenn seine Veräußerung im Zeitpunkt der Zuwendung keinen Besteuerungstatbestand erfüllen würde. In allen übrigen Fällen dürfen die fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten nur überschritten werden, soweit eine Gewinnrealisierung stattgefunden hat. Diese Regelung betrifft z.B. die Zuwendung einer Beteiligung i.S.d. § 17 EStG aus dem Privatvermögen, die hiernach mit den (fortgeführten) Anschaffungskosten zu bewerten ist.

Entnahme aus dem Betriebsvermögen