Ausgabe 47/2015
Steuertipp vom 17.11.2015

Steuerklassenwechsel nur noch für 2015 möglich

Bei der Wahl der Steuerklassenkombination oder der Anwendung des Faktorverfahrens sollten Ehegatten oder Lebenspartner daran denken, dass die Entscheidung auch die Höhe der Entgelt-/Lohnersatzleistungen, wie Arbeitslosengeld I, Unterhaltsgeld, Krankengeld, Versorgungskrankengeld, Verletztengeld, Übergangsgeld, Elterngeld und Mutterschaftsgeld oder die Höhe des Lohnanspruchs bei der Altersteilzeit beeinflussen kann.

Eine vor Jahresbeginn getroffene Steuerklassenwahl wird bei der Gewährung von Lohnersatzleistungen von der Agentur für Arbeit grundsätzlich anerkannt. Deshalb sollten Arbeitnehmer, die damit rechnen, in 2016 eine Entgelt/Lohnersatzleistung für sich zu beziehen, die Steuerklassenwahl noch in diesem Jahr überprüfen. Dies gilt insbesondere, wenn der Bezug von Elterngeld vorhersehbar ist. Die Höhe des Elterngeldes orientiert sich am Nettoeinkommen der letzten zwölf Monate vor der Geburt des Kindes. Für die pauschale Berechnung des maßgebenden Nettolohns spielt die Wahl der Lohnsteuerklasse eine entscheidende Rolle. Der Wechsel in eine günstigere Steuerklasse wirkt sich jedoch nur aus, wenn dieser mindestens sieben Monate vor der Geburt erfolgt.