Ausgabe 3/2015
Steuertipp vom 15.01.2015

Teilwertabschreibung auf börsennotierte Aktien sowie auf festverzinsliche Wertpapiere des Anlage- und Umlaufvermögens

Anlässlich der jüngeren BFH-Rechtsprechung zum Tatbestandsmerkmal der voraussichtlich dauernden Wertminderung hat die Verwaltung mit BMF-Schreiben vom 16.07.2014 - IV C 6 - S 2171-b/09/10002 (BStBl I 2014, 1162) die Voraussetzungen einer Teilwertabschreibung dargelegt. Abweichend von ihrer bisherigen Auffassung folgt sie nunmehr der Rechtsprechung hinsichtlich der Bewertung von börsennotierten Aktien und Investmentanteilen. Sie unterscheidet hinsichtlich der Bewertung festverzinslicher Wertpapiere nicht mehr zwischen im Anlagevermögen und im Umlaufvermögen gehaltenen Wertpapieren. Insbesondere folgende Änderungen sind zu beachten:

Teilwertabschreibungen auf börsennotierte Aktien und auf Investmentanteile

Die Verwaltung hat ihre bisherige Verwaltungsauffassung der Bandbreitenbetrachtung bei Teilwertabschreibungen auf börsennotierte Aktien, die als Finanzanlage gehalten werden, laut BMF-Schreiben vom 26.03.2009 - IV C 6 - S 2171 b/0 (BStBl I 2009, 514; voraussichtlich dauernde Wertminderung = wenn der Börsenkurs um mehr als 40 % unter die Anschaffungskosten oder an zwei aufeinanderfolgenden Bilanzstichtagen um jeweils mehr als 25 % unter die Anschaffungskosten gesunken ist) aufgegeben.