Ausgabe 48/2014
Steuertipp vom 27.11.2014

Übergang verrechenbarer Verluste bei Rechtstellungswechsel

Nach § 15a Abs. 4 EStG muss für einen Kommanditisten der verrechenbare Verlust jährlich zum Ende des Wirtschaftsjahres gesondert festgestellt werden. Entsprechend den Regelungen des § 15a Abs. 5 EStG gilt dies auch für andere Unternehmer, deren Haftung mit der eines Kommanditisten vergleichbar ist. Das gesonderte Feststellungsverfahren ist auch in den Fällen fortzuführen, in denen ein Teilhafter zum Vollhafter wird. Dieser Wechsel kann durch einen reinen Rechtsstellungswechsel (erstes Beispiel) erfolgen oder durch eine Anwachsung infolge des Ausscheidens aller anderen Mitunternehmer (zweites Beispiel).

An der AB-GmbH & Co. KG sind A und B als Kommanditisten beteiligt (50/50). Als Komplementärin fungiert die am Vermögen der Gesellschaft nicht beteiligte U-GmbH. Für die beiden Kommanditisten wurde in der Vergangenheit jeweils ein verrechenbarer Verlust nach § 15a Abs. 4 EStG durch das Feststellungsfinanzamt gesondert festgestellt. Zum 01.01.14 wechselt B in die Rechtsstellung eines Komplementärs.

Der Rechtsstellungswechsel führt nicht dazu, dass die verrechenbaren Verluste sofort ausgleichs- und abzugsfähig werden. Künftige Gewinne des B aus der Beteiligung sind jedoch mit diesen zu verrechnen (vgl. H 15a "Wechsel der Rechtsstellung ?" EStH).

An der A-GmbH & Co. KG ist A als alleiniger Kommanditist beteiligt. Als Kom-