Ausgabe 9/2004
Steuertipp vom 26.02.2004

Umsatzsteuer bei Vermietung von Ferienhäusern

Die Neuregelung zur umsatzsteuerlichen Leistungskommission (vgl. BMF-Schreiben v. 6.2.2004, S. 138 in dieser Ausgabe) hat in der Praxis vor allem bei der Vermietung von Ferienhäuserm und -wohnungen Bedeutung. Dazu folgende Beispiele:

Beispiel 1: Der im Inland ansässige Eigentümer B eines im Inland belegenen Ferienhauses beauftragt G mit Sitz im Inland im eigenen Namen und für Rechnung des E, Mieter für kurzfristige Ferienaufenthalte in seinem Ferienhaus zu besorgen.

Da G in die Erbringung sonstiger Leistungen (kurzfristige - steuerpflichtige - Vermietungsleistungen gemäß § 4 Nr. 12 Satz 2 UStG) eingeschaltet wird und dabei im eigenen Namen, jedoch für fremde Rechnung handelt, gelten die Leistungen als an ihn und von ihm erbracht.

E -------------> G -------------> Mieter
kurzfristige Vermietungleistungen kurzfristige Vermietungleistungen

Die Leistungskette wird fingiert. Die zivilrechtlich vereinbarte Geschäftsbesorgungsleistung ist umsatzsteuerechtlich unbeachtlich. Die Vermietungsleistungen des E an G sind im Inland steuerbar (§ 3 a Abs. 2 Nr. 1 Satz 2 Buchst. a UStG) und als kurzfristige Vermietungsleistungen (§ 4 Nr. 12 Satz 2 UStG) steuerpflichtig. G erbringt steuerbare und steuerpflichtige Vermietungsleistungen an die Mieter (§ 3 a Abs. 2 Nr. 1 Satz 2 Buchst. a UStG, § 4 Nr. 12 Satz 2 UStG).