Ausgabe 32/2009
Steuertipp vom 06.08.2009

Umsatzsteuervorauszahlung als regelmäßig wiederkehrende Ausgabe

Im Hinblick auf die Rechtsprechung des BFH, wonach Umsatzsteuervorauszahlungen als regelmäßig wiederkehrende Ausgaben i.S.d. § 11 Abs. 2 Satz 2 EStG zu qualifizieren sind (BFH, Urt. v. 01.08.2007 - XI R 48/05, BStBl II 2008, 282), ist die Frage aufgetreten, ob ein Abfluss im Fall einer erteilten Lastschrifteinzugsermächtigung unabhängig von einer späteren tatsächlichen Inanspruchnahme durch das Finanzamt im Zeitpunkt der Fälligkeit der Umsatzsteuervorauszahlung anzunehmen ist. In diesem Fall wäre die Zahllast einer am 10.01. fälligen (vgl. § 18 Abs. 1 Satz 4 UStG), aber später eingezogenen Umsatzsteuervorauszahlung regelmäßig im vorangegangenen Kalenderjahr als Betriebsausgabe (bei Einnahmenüberschussrechnung nach § 4 Abs. 3 EStG) bzw. Werbungskosten zu berücksichtigen. Diese Frage ist mit folgenden Erwägungen zu bejahen: