Ausgabe 37/2018
Steuertipp vom 13.09.2018

Umwandlung von Arbeitslohn in steuerbegünstigte Bezüge

Viele Steuerbefreiungs- und Pauschalierungsvorschriften setzen voraus, dass die Zahlungen "zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn" geleistet werden. Dieses Tatbestandsmerkmal ist im Hinblick auf die Regelung des R 3.33 Abs. 5 Satz 2 LStR z.B. nicht erfüllt bei im gegenseitigen Einvernehmen abgeschlossenen Änderungsverträgen, da hier arbeitsrechtlich geschuldeter Arbeitslohn lediglich umgewandelt wird.

In folgenden Fällen ist das Zusätzlichkeitserforderinis nicht Voraussetzung:

  • Verpflegungsmehraufwendungen, §§ 3 Nr. 13 und 16, 9 Abs. 4a EStG und deren Pauschalierung, § 40 Abs. 2 Satz 1 Nr. 4 EStG
  • Arbeitskleidung, § 3 Nr. 31 EStG
  • Überlassung betrieblicher Datenverarbeitungs- und Telekommunikationsgeräte, § 3 Nr. 45 EStG
  • Nutzungsgebühr für vom Arbeitnehmer angemietete Garage, § 3 Nr. 50 EStG
  • Pauschaler Auslagenersatz, R 3.50 Abs. 2 LStR
  • Sonntags-, Feiertags- und Nachtzuschläge, § 3b EStG
  • Zuschläge zur Rufbereitschaft, § 3b EStG
  • Firmenwagengestellung, § 8 Abs. 2 Satz 2 bis 5 EStG
  • Bewertung von unentgeltlich oder verbilligt abgegebenen Mahlzeiten mit dem Sachbezugswert, z.B. Restaurantschecks, § 8 Abs. 2 Satz 6 und 8 EStG
  • Warengutscheine i.R.d. sog. 44-?-Freigrenze nach § 8 Abs. 2Satz 11 EStG
  • Rabatt-Freibetrag, § 8 Abs. 3 EStG
  • Heimarbeitszuschlag, R 9.13 Abs. 2 LStR
  • Fehlgeldentschädigung, R 19.3 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 LStR