Ausgabe 6/2007
Steuertipp vom 08.02.2007

Unterhaltszahlungen als außergewöhnliche Belastung

Unterhaltszahlungen an eine gesetzlich unterhaltsberechtigte Person können als außergewöhnliche Belastung bis zu einem Betrag von 7.680 ? abgezogen werden (§ 33a Abs. 1 EStG). Voraussetzung ist, dass weder der Zahlende noch eine andere Person Anspruch auf einen Kinderfreibetrag oder auf Kindergeld für die unterhaltene Person hat und die unterhaltene Person kein oder nur ein geringes Vermögen besitzt. Hat die unterhaltene Person andere Einkünfte oder Bezüge, die zur Bestreitung des Unterhalts bestimmt oder geeignet sind, so vermindert sich der Betrag von 7.680 ? um den Betrag, um den diese Einkünfte und Bezüge den Betrag von 624 ? im Kalenderjahr übersteigen, sowie um die von der unterhaltenen Person als Ausbildungshilfe aus öffentlichen Mitteln oder von Förderungseinrichtungen, die hierfür öffentliche Mittel erhalten, bezogenen Zuschüsse. Ob eine Person "gesetzlich unterhaltsberechtigt" ist, richtet sich nach bürgerlichem Recht. Nach § 1601 BGB sind Verwandte in gerader Linie verpflichtet, einander Unterhalt zu gewähren.