Ausgabe 49/2016
Steuertipp vom 08.12.2016

Veräußerung des Anteils an der Ober- Personengesellschaft

Sofern ein Anteil an der Ober-Personengesellschaft veräußert wird, ist der daraus resultierende Gewinn - auch soweit dieser auf stille Reserven der Unter-Personengesellschaft entfällt - insgesamt auf Ebene der Obergesellschaft festzustellen (vgl. BFH, Urt. v. 18.07.2007 - I R 79/06 und R 16 Abs. 13 EStR).

Daraus folgt, dass der ganze Veräußerungsgewinn nicht der Gewerbesteuer unterliegt, wenn der Obergesellschafter eine natürliche Person ist. Insbesondere erfolgt auch keine anteilige Besteuerung der auf die Beteiligung an der Unter-Personengesellschaft entfallenden und aufgedeckten stillen Reserven. Das gilt auch für die stillen Reserven, die im Zusammenhang mit Wirtschaftsgütern des Sonderbetriebsvermögens des Obergesellschafters bei der Unter-Personengesellschaft aufgedeckt werden.

Soweit die Veräußerung durch einen Obergesellschafter erfolgt, der keine natürliche Person mit unmittelbarer Beteiligung ist, entsteht die Gewerbesteuer nur auf der Ebene der Ober-Personengesellschaft. Im Hinblick auf die anteiligen stillen Reserven erfolgt keine ?Durchstockung?, die auf die Unter-Personengesellschaft entfallen.