Ausgabe 12/2010
Steuertipp vom 25.03.2010

Veräußerung eines Teils eines Mitunternehmeranteils bei Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 3 EStG

Der Gewinn aus der Veräußerung eines Teils eines Mitunternehmeranteils ist ein laufender Gewinn, wenn die Veräußerung nach dem 31.12.2001 erfolgt ist (§ 16 Abs. 1 Satz 2 i.V.m. § 52 Abs. 34 Satz 1 EStG).

Zur Ermittlung des Veräußerungsgewinns (§ 16 Abs. 2 Satz 2 EStG), der bei der Veräußerung eines ganzen Gewerbebetriebs oder Teilbetriebs (§ 16 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG) bzw. eines gesamten Mitunternehmeranteils (§ 16 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 EStG) entsteht, ist der Wert des Anteils am Betriebsvermögen für den Zeitpunkt der Veräußerung nach § 4 Abs. 1 oder § 5 EStG zu ermitteln. Bei Gewinnermittlung durch Einnahmenüberschussrechnung ist in diesem Fall ein Übergang zum Betriebsvermögensvergleich erforderlich (vgl. auch R 4.5 Abs. 6 EStR 2008).

Für die Ermittlung des Gewinns aus der Veräußerung eines Teils eines Mitunternehmeranteils (§ 16 Abs. 1 Satz 2 EStG) darf aus folgenden Gründen kein Übergang zum Betriebsvermögensvergleich gefordert werden.