Ausgabe 33/2006
Steuertipp vom 17.08.2006

Vereinfachter Nachweis der betrieblichen Nutzung bei Kfz

Ab 2006 darf der Wert der gewinnerhöhenden Entnahme aus der privaten Nutzung eines betrieblichen Kfz nur noch dann nach der 1-%-Bruttolistenpreisregelung ermittelt werden, wenn die betriebliche Nutzung mehr als 50 % beträgt; Entsprechendes gilt für die Ermittlung der nicht abziehbaren Betriebsausgaben für die Fahrten zwischen Wohnung und Betrieb/Praxis. Ist dies nicht der Fall, sind die für die jeweiligen Fahrten anfallenden tatsächlichen Kosten für den Wert der Privatnutzung bzw. bei der Ermittlung der nicht abziehbaren Betriebsausgaben anzusetzen (§ 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 und § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6 EStG).

Die Finanzverwaltung lässt es zu, dass die betriebliche Nutzung des Kfz zu mehr als 50 % durch formlose Aufzeichnungen - es ist also kein Fahrtenbuch erforderlich - über einen repräsentativen zusammenhängenden Zeitraum glaubhaft gemacht wird. Als repräsentativer Zeitraum genügen regelmäßig drei Monate (BMF-Schreiben v. 07.07.2006 - , , STX, 458). Für diesen Zeitraum sind die Kilometerstände zu Beginn und am Ende des Abrechnungszeitraums aufzuzeichnen und Angaben über die betrieblich veranlassten Fahrten - einschließlich der Fahrten zwischen Wohnung und Betrieb/Praxis - zu machen. Dabei sind der jeweilige Anlass und die jeweils zurückgelegte Strecke (Hin- und Rückfahrt) aufzuzeichnen. Beispiel: