Ausgabe 13/2007
Steuertipp vom 29.03.2007

Verlagerung von Kapitalvermögen auf minderjährige Kinder

Aufgrund des abgesenkten Sparerfreibetrags ab 2007 werden Gestaltungen in Erwägung gezogen, Kapitalvermögen auf minderjährige Kinder zu verlagern. Hierbei sind die Grundsätze des BFH-Urteils vom 24.04.1990 (BStBl II, 539) zu beachten.

Nach diesen genügt es nicht, dass die Kinder zivilrechtlich Inhaber des in ihrem Namen angelegten Geldvermögens geworden sind und ihnen die Ansprüche gegen die Bank zustehen. Vielmehr muss der endgültige Übergang der Ansprüche gegen die Bank in das Vermögen des Kindes feststehen. Dies ist i.d.R. gegehen, wenn die Eltern bei Abschluss des Vertrags über die Einrichtung eines Sparkontos und bei der Einzahlung der Einlagen den Willen hatten, die Guthabenforderung den Kindern sofort zuzuwenden und dieser Wille für die Bank erkennbar war (z.B. ausdrückliche Regelungen zur Begünstigung und Gläubigerstellung des Kindes vgl. BFH v. 03.11.1976, BStBl II 1977, 205).