Ausgabe 23/2010
Steuertipp vom 10.06.2010

Verluste aus der Vermietung einer Ferienwohnung im Ausland

Durch die Neuregelung des § 2a Abs. 1, 2 und 2a EStG nach dem Jahressteuergesetz 2009 gilt die Verlustausgleichsbegrenzung nicht mehr generell für Ferienwohnungen im Ausland. Es ist zu unterscheiden zwischen EU-/EWR-Staaten und sog. Drittländern. Beispiele hierfür:

  1. Ferienwohnung in Spanien (EU-Staat)

    Laut DBA Spanien gilt für Einkünfte aus unbeweglichem Vermögen die Anrechnungsmethode. Der Verlust kann voll mit inländischen Einkünften saldiert werden, da § 2a Abs. 1 Nr. 6 Buchst. a EStG a.F. nicht mehr anzuwenden ist.

  2. Ferienwohnung in der Schweiz (= Drittstaat)

    Laut DBA Schweiz gilt für Einkünfte aus unbeweglichem Vermögen die Anrechnungsmethode. Nach § 2a Abs. 1 Nr. 6 Buchst. a EStG n.F. ist das Verlustausgleichsverbot weiter anzuwenden. Deshalb ist kein Ausgleich mit inländischen Einkünften vorzunehmen. Eine gesonderte Feststellung des Verlusts ist durchzuführen. In den Folgejahren ist ein Ausgleich mit einem Überschuss aus Vermietung und Verpachtung aus der Schweiz möglich.

  3. Ferienwohnung in Österreich (EU-Staat)