Ausgabe 51/2007
Steuertipp vom 20.12.2007

Verpflegungsmehraufwendungen bei Berufsschülern

Bei derselben Auswärtstätigkeit ist ein steuerfreier Arbeitgeberersatz bzw. Werbungskostenabzug der Pauschbeträge für Verpflegungsmehraufwendungen nur für die ersten drei Monate zulässig. Dieselbe Auswärtstätigkeit liegt aber ab 2008 nicht vor, wenn die auswärtige Tätigkeitsstätte an nicht mehr als zwei Tagen wöchentlich aufgesucht wird (§ 9 Abs. 5 i.V.m. § 4 Abs. 5 Nr. 5 EStG, R 9.6 Abs. 4 Satz 1 LStR). Findet daher der Besuch einer Berufsschule nicht in Form eines Blockunterrichts, sondern an maximal zwei Tagen in der Woche statt, können die Pauschbeträge für Verpflegungsmehraufwendungen für diese Tage zeitlich unbegrenzt vom Arbeitgeber steuerfrei erstattet bzw. als Werbungskosten abgezogen werden.

Beispiel: Die Auszubildende A besucht - außer in den Schulferien - über die gesamte Lehrzeit von drei Jahren dienstags und donnerstags die Berufsschule. Die Entfernung von ihrer Wohnung zur Berufsschule beträgt 15 km. Die Abwesenheitszeit von der Wohnung beträgt an diesen Tagen 8 Stunden und 15 Minuten.

Es handelt sich trotz des Zeitraums von drei Jahren um eine vorübergehende beruflich veranlasste Auswärtstätigkeit. Der Arbeitgeber kann über den gesamten Zeitraum von drei Jahren - außer in den Schulferien - folgenden Betrag monatlich steuerfrei erstatten:

Fahrtkosten: