Ausgabe 9/2010
Steuertipp vom 04.03.2010

Vom Arbeitgeber gezahlte Studiengebühren sind kein Arbeitslohn

Übernimmt der Arbeitgeber Zahlungen für Arbeitnehmer außerhalb der üblichen Lohnvereinbarung, stellt sich stets die Frage, ob lohnsteuerpflichtiger Arbeitslohn vorliegt. Dies ist zu verneinen, wenn die Zahlung im ganz überwiegenden betrieblichen Interesse des Arbeitgebers erfolgt. Das ist nach Auffassung der Verwaltung auch dann der Fall, wenn ein Arbeitgeber im Rahmen des Ausbildungsdienstverhältnisses die vom studierenden Arbeitnehmer geschuldeten Studiengebühren übernimmt. Voraussetzung ist jedoch, der Arbeitgeber verpflichtet sich arbeitsvertraglich zur Übernahme der Gebühren. Ein ganz überwiegendes betriebliches Interesse muss ferner durch eine Rückzahlungsverpflichtung des Studierenden dokumentiert sein, wenn er das ausbildende Unternehmen auf eigenen Wunsch innerhalb von zwei Jahren nach Studienabschluss verlässt.