Ausgabe 50/2006
Steuertipp vom 14.12.2006

Vorsteuerabzug bei gemeinschaftlicher Auftragserteilung

Die Regelungen im vorliegenden BMF-Schreiben vom 01.12.2006 - IV A 5 - S 7300 - 90/06 (Seite 779 in dieser Ausgabe) werden durch folgende Beispiele erläutert:

Beispiel 1: Unternehmer U und seine Ehefrau E erwerben zu 25 % bzw. 75 % Miteigentum an einem unbebauten Grundstück, das sie von einem Generalunternehmer mit einem Einfamilienhaus bebauen lassen.

U nutzt im Einfamilienhaus einen Raum, der 9 % der Fläche des Gebäudes ausmacht, ausschließlich für seine unternehmerische Tätigkeit. U macht 9 % der auf die Baukosten entfallenden Vorsteuern geltend.

Durch die Geltendmachung des Vorsteuerabzugs aus 9 % der Baukosten gibt U zu erkennen, dass er seinen Miteigentumsanteil im Umfang der unternehmerischen Nutzung seinem Unternehmen zuordnet.

U kann daher unter den weiteren Voraussetzungen des § 15 UStG 9 % der auf die Baukosten entfallenden Vorsteuern abziehen.

Beispiel 2: Sachverhalt wie Beispiel 1, nur machen die durch U ausschließlich unternehmerisch genutzten Räume insgesamt 30 % der Gesamtfläche des Gebäudes aus.