Ausgabe 7/2004
Steuertipp vom 12.02.2004

Vorsteuerabzug und Rechnungsrichtlinie

Zu den Auswirkungen der neuen Rechnungsrichtlinie für den Vorsteuerabzug hat die Verwaltung folgende Grundsätze aufgestellt:

  • Ein Vorsteuerabzug ist nicht zulässig, soweit der die Rechnung ausstellende Unternehmer die Steuer nach § 14 c UStG schuldet. Voraussetzung für den Vorsteuerabzug ist, dass der Leistungsempfänger im Besitz einer nach den §§ 14 und 14 a UStG ausgestellten Rechnung ist und dass die Rechnung alle in den §§ 14 und 14 a UStG geforderten Angaben enthält, d.h. die Angaben in der Rechnung vollständig und richtig sind. Im Fall der Berichtigung einer Rechnung nach § 31 Abs. 5 UStDV ist ein Vorsteuerabzug erst in dem Zeitpunkt zulässig, in dem alle nach den §§ 14 und 14 a UStG erforderlichen Angaben an den Leistungsempfänger übermittelt wurden.
  • Der Leistungsempfänger hat die in der Rechnung enthaltenen Angaben auf ihre Vollständigkeit und Richtigkeit zu überprüfen. Dabei ist allerdings der Grundsatz der Verhältnismäßgkeit zu wahren.
  • Die Überprüfung der Richtigkeit der Steuernummer oder der inländischen USt Id.Nr. und der Rechnungsnummer ist dem Rechnungsempfänger regelmäßig nicht möglich. Ist eine dieser Angaben unrichtig und konnte der Unternehmer dies nicht erkennen, bleibt der Vorsteuerabzug erhalten, wenn im Übrigen die Voraussetzungen für den Vorsteuerabzug gegeben sind.