Ausgabe 4/2004
Steuertipp vom 22.01.2004

Vorsteuerberichtigung für gemischt genutzte Pkw

Bei Fahrzeugen, die nach dem 1.4.1999 und vor dem 1.1.2004 angeschafft worden und die unter die bisherige 50%ige Vorsteuerabzugsbeschränkung gefallen sind, löst der Wegfall dieser Beschränkung zum 1.1.2004 eine Berichtigung des Vorsteuerabzugs aus, soweit der fünfjährige Berichtigungszeitraum noch nicht ausgelaufen ist.

Beispiel: Ein Unternehmer hat am 2.1.2002 einen Pkw für 50.000 ? zuzüglich 8.000 ? Umsatzsteuer erworben (Listenpreis im Zeitpunkt der Anschaffung 60.000 ?), den er seitdem sowohl für unternehmerische als auch für private Zwecke nutzt. Er hat den Pkw seinem Unternehmen zugeordnet und von Beginn an 50 % Vorsteuer geltend gemacht. Die private Nutzung des Pkw hat er nicht der Umsatzsteuer unterworfen. Ab Januar 2004 ist die private Pkw-Nutzung umsatzsteuerpflichtig. Die Bemessungsgrundlage kann aus Vereinfachungsgründen nach der sog. 1%-Bruttolistenpreisregelung erfolgen, wobei umsatzsteuerlich ein Abschlag von 20 % für die nicht mit Vorsteuer belasteten Kosten vorzunehmen ist.

1 % vom Listenpreis (60.000 ?) = 600 ?
./. 20 % (nicht mit Vorsteuer belastete Kosten geschätzt) 120 ?
verbleiben 480 ?

Die Umsatzsteuer für die private Pkw-Nutzung beträgt monatlich 16 % von 480 ? = 76,80 ?. Aus den Kosten des Pkw (Benzin, Reparaturen) kann der Unternehmer den vollen Vorsteuerabzug geltend machen.