Ausgabe 28/2010
Steuertipp vom 15.07.2010

Wahlrechte beim Spendenabzug für Zuwendungen in den Vermögensstock beachten

Für Zuwendungen an Stiftungen des öffentlichen Rechts oder an gem. § 5 Abs. 1 Nr. 9 KStG steuerbefreite Stiftungen des privaten Rechts wurde ab 2007 der bisherige Höchstbetrag von 307.000 ? auf 1 Mio. ? angehoben (§ 10b Abs. 1a EStG).

Danach ist die Voraussetzung, dass die Spende anlässlich der Neugründung der Stiftung geleistet werden muss, entfallen, so dass auch Spenden in den Vermögensstock bereits bestehender Stiftungen (sog. Zustiftungen) begünstigt sind. Zuwendungen, die in den Vermögensstock einer Stiftung des öffentlichen Rechts oder einer nach § 5 Abs. 1 Nr. 9 KStG steuerbefreiten Stiftung des privaten Rechts geleistet werden, sind im Jahr der Zuwendung und in den folgenden neun Veranlagungszeiträumen (VZ) bis zu einem Höchstbetrag von 1 Mio. ? (bis VZ 2006: 307.000 ?) neben den übrigen als Sonderausgaben zu berücksichtigenden Zuwendungen und über den bis dahin zulässigen Umfang hinaus bei der Ermittlung des zu versteuernden Einkommens abzuziehen.

Der besondere Abzugsbetrag kann der Höhe nach innerhalb des Zehnjahreszeitraums nur einmal in Anspruch genommen werden. Der am Schluss eines VZ noch nicht als Sonderausgabe abgezogene Teil der Zuwendung ist nach § 10b Abs. 1a Satz 4 i.V.m. § 10d Abs. 4 EStG gesondert festzustellen.