Ausgabe 36/2020
Steuertipp vom 02.09.2020

Werbungskostenabzug bei Realsplittingsachverhalten

Geschiedene oder dauernd getrennt lebende Steuerpflichtige haben die Möglichkeit, das sog. Realsplitting in Anspruch zu nehmen. Dabei darf der unterhaltsleistende Ehegatte Unterhaltsleistungen mit Zustimmung des Unterhaltsempfängers als Sonderausgaben i.S.d. § 10 Abs. 1a Nr. 1 EStG abziehen. Der Unterhaltsempfänger muss dann die Unterhaltsleistungen korrespondierend nach § 22 Nr. 1a EStG versteuern.

Fallen im Rahmen einer Ehescheidung Rechtsanwaltskosten zur Erlangung nachehelichen Unterhalts an, ist ein Abzug dieser Kosten als Werbungskosten bei der Ermittlung der Einkünfte nach § 22 Nr. 1a EStG des Unterhaltsempfängers nach Auffassung der Verwaltung nicht möglich.