Ausgabe 20/2007
Steuertipp vom 17.05.2007

Zufluss von Arbeitslohn bei Wandelschuldverschreibungen

Wandelschuldverschreibungen sind Schuldverschreibungen, bei denen den Gläubigern für einen bestimmten Zeitraum ein Umtausch- oder Bezugsrecht auf Aktien eingeräumt wird.

Erwirbt ein Arbeitnehmer nicht handelbare Wandelschuldverschreibungen seines Arbeitgebers, stellt sich die Frage, wann und in welcher Höhe ihm ein geldwerter Vorteil zufließt. Der BFH geht von einem Zufluss erst dann aus, wenn dem Arbeitnehmer nach Ausübung des Wandlungsrechts das wirtschaftliche Eigentum an den Aktien verschafft wird.

Die Höhe des geldwerten Vorteils ermittelt sich wie folgt:

Kurswert der Aktien bei Ausübung des Wandlungsrechts ./. Zuzahlungsbetrag für die Aktien ./. Anschaffungskosten der Wandel- schuldverschreibungen = Geldwerter Vorteil

Der geldwerte Vorteil kann nach der sog. Fünftelregelung des § 34 Abs. 1 EStG ermäßigt besteuert werden, wenn es sich um Arbeitslohn für mehrere Jahre handelt.